Wohnstraße Servitengasse

Im Herbst 2000 wurde von AnrainerInnen des Servitenviertels die Agendaprojektgruppe "Spiel- und Wohnstraßen" gegründet. Ziele waren u. a. Bewusstseinsbildung zu betreiben und zu konkreten Verbesserungen in der Servitengasse beizutragen.

Nach Umfragen, Verkehrszählungen und Geschwindigkeitsmessungen, einer Bürgerversammlung und Workshops mit AnrainerInnen, fasste die Agendagruppe im Herbst 2002 die Planungsvorschläge und Anregungen in einem ersten Entwurf zusammen. Das Ergebnis wurde Ende 2002 der Verkehrskommission Alsergrund präsentiert. Die Mehrheit der AnrainerInnen Wirtschaftstreibenden und der GrätzelbewohnerInnen sprachen sich gegen eine FußgängerInnenzone und für die Beibehaltung der Wohnstraße aus.

Erfreulich war, dass die Bewusstseinsbildung über „Sinn und Unsinn“ von Wohnstraßen – ein wichtiges Ziel der Projektgruppe – erfolgreich war. Es fällt auf, dass in der Servitengasse weniger Kfz fahren, und die LenkerInnen weniger rücksichtslos unterwegs sind. Weiters ist auch ein selbstbewussteres Auftreten der FußgängerInnen – Gehen auch auf der Fahrbahn – zu beobachten. Weiters konnte die Gruppe feststellen, dass das generelle Wissen über Erlaubtes und Unerlaubtes in Wohnstraßen gesteigert wurde.