Ruhige Orte am Alsergrund

Ausgangslage:

Der 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund ist ein lebenswerter Bezirk mit vielen Annehmlichkeiten. Das städtische Leben fordert die Menschen in all seiner Dichte, Vielfalt, Lebendigkeit und Dynamik aber auch immer wieder persönlich heraus. Eine der größten Herausforderungen ist und bleibt der motorisierte Verkehr und der daraus resultierende Lärm.

 

Die Lokale Agenda Alsergrund startete in Kooperation mit der Umweltschutzabteilung der Stadt Wien (MA22)  Jahreszeitenspaziergänge. Im Rahmen von geführten Spaziergängen zu den Ruhigen Gebieten im Bezirk wurden zu allen Jahreszeiten Handlungsoptionen und –erfordernisse im öffentlichen Raum festgehalten und an die Bezirkspolitik weitergegeben.

 

Anfang des Jahres 2014 wurde eine Online-Umfrage zu den „Ruhigen Gebieten im Bezirk“ durchgeführt. Diese Befragung rückte das Thema bei den AnwohnerIinnen ins Bewusstsein und lieferte wichtige Erkenntnisse über ruhig empfundene Gebiete im Bezirk, welche mit Daten der MA22 verschränkt wurden.

Durch die subjektiven Einschätzungen über ruhige Orte und den objektiv errechneten Daten können eine Vielzahl an Erkenntnissen über die Ruhigen Gebiete im Bezirk und Strategien zur Sicherung und Erweiterung dieser wertvollen Orte entwickelt werden.

 

Bei der Ergebnispräsentation der Umfrage im September 2014 wurden alle Anwesenden aufgefordert die Resultate zu diskutieren, sich einzubringen und auch nach der Veranstaltung an einer Verbesserung und Bewahrung der Ruhebereiche im Bezirk mitzuarbeiten. Daraus entstand diese Agendagruppe „Ruhige Orte am Alsergrund“, welche die erarbeiteten Resultate als Ausgangspunkt nimmt, um daraus konkrete Maßnahmen und Initiativen umzusetzen.
 

Grundsätze und Ziele:
 

Überparteilich, offen und transparent! 

Wesentliches Ziel der Gruppe „Ruhige Orte“ ist es, lokales Wissen zu sammeln, das Bewusstsein für dieses Thema zu steigern, Maßnahmen auszuarbeiten und intelligent miteinander zu verknüpfen um die Lebensqualität im Bezirk zu steigern. Die Agendagruppe ist eine überparteiliche, offene und transparent agierende Gruppe von Anrainer- und BezirksbewohnerInnen, die eine Verbesserung der Lebensqualität und des Lebensraumes der Menschen im Alsergrund anstrebt. 

Alle interessierten BezirksbewohnerInnen sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Ideen und Visionen für „Ruhige Orte“ im Bezirk Alsergrund einzubringen!
 

Verknüpfung von lokalem Wissen und ExpertInnenwissen! 

Die BewohnerInnen des Alsergrundes sind ExpertInnen Ihres Lebensumfeldes und Grätzels. Die Themen Ruhe und Lärm sind besonders von der subjektiven Wahrnehmung der Menschen abhängig. Eben darum gilt es lokales Wissen mit ExpertInnenwissen zu verknüpfen. Die Gruppe setzt sich zum Ziel diesen zweiseitigen Lernprozess - von BürgerInnen zu ExpertInnen als auch in die umgekehrte Richtung - zu initiieren und zu begleiten. Über das Projekt Online-Karte wurde lokales Wissen gesammelt und Spaziergänge zu gesammelten Orten organisiert.

Aktivierend und Verbindend!

Es gibt zahlreiche und vielfältige Initiativen und Projekte im Bezirk Alsergrund, die sich mit der Verbesserung des Lebensumfeldes der BewohnerInnen auseinandersetzen. Projekte beispielsweise zur Aufwertung des Öffentlichen Raumes, zur Schaffung neuer Fußwegeverbindungen oder Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsorganisation entsprechen auch Zielen die im Rahmen des Prozesses zu „Ruhigen Orten am Alsergrund“ umgesetzt werden sollen.

Die Gruppe möchte diese Ansätze und Projekte aufnehmen und unterstützen, den intensiven Austausch suchen und eine weitere Vernetzung unterstützen, aber auch aktiv neue Projektideen, Initiativen und Maßnahmen ausarbeiten und umsetzen.

 

Kommunikativ und Integrativ! 

Die Gruppe versteht sich auch als Kommunikationsplattform, die bemüht ist, die Kommunikation zwischen BürgerInnen, unterschiedlichen Gruppen und Initiativen und der Bezirkspolitik weiter zu verbessern. Die Online Karte und ein Konzeptpapier werden dabei zum wichtigen Kommunikationsmedium, um Herausforderungen, Ziele, Maßnahmen und Projektideen zu vermitteln. Über den laufenden Prozess wird auf der Homepage und dem Blog der LA 21 informiert.