Alserbachstraße

Ausgangslage

In den letzten Jahren war in allen 4 unterschiedlichen Abschnitten der Alserbachstraße – 1: von Friedensbrücke bis Julius-Tandler-Platz, 2: Julius-Tandler-Platz, 3: Julius-Tandler-Platz bis Liechtensteinstraße, 4: Liechtensteinstraße bis Nußdorfer Straße - ein stetig zunehmendes Geschäftssterben bzw. -absiedeln und eine damit verbundene Art von "Abwertung" der gesamten Geschäftsstraße Alserbachstraße zu beobachten.

 

Heruntergelassene Rollbalken, leere Auslagenscheiben etc. Die Alserbachstraße hat seit Längerem schwerste wirtschaftliche Probleme, nur wenige Geschäftsleute halten noch die Stellung. Mittendrin die Ausnahme: der Verkehrsknotenpunkt Julius-Tandler-Platz, wo sich die Situation etwas besser darstellt. Unter dem wirtschaftlichen "Dauertief" der Straße leiden jedoch auch die AnrainerInnen, die sich eine Neubelebung und damit verbundene Aufwertung und verbesserte Lebensqualität des gesamten Grätzels rund um die Alserbachstraße dringend wünschen.

 

Was ist die Gruppenidee?

Die Agendagruppe Alserbachstraße, welche aus dem erstmals am 04. und 05.10.2013 tagenden „BürgerInnen-Rat Alserbachstraße“ hervorging, ist eine überparteiliche, offene und transparent agierende AnrainerInnen- und BezirksbewohnerInnen-Gruppe, die eine Verbesserung der Lebensqualität und des Lebensraumes der AnrainerInnen der Alserbachstraße und deren Umgebung anstrebt: Keine Diskussionen und Entscheidungen „hinter verschlossenen Türen“! - Alle interessierten AnrainerInnen bzw. GrätzelbewohnerInnen unter Einbindung auch aller migrantischen MitbewohnerInnen und Geschäftsleute sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Ideen und Visionen für die Alserbachstraße einzubringen!

 

Wesentliches Ziel der Agendagruppe ist es, die derzeitige Durchzugsstraße zu einer „Genuß- und Kulturmeile Alserbachstraße“ zu entwickeln und dadurch die Straße und ihre Umgebung aufzuwerten. Von der „Durchzugsstraße Alserbachstraße“ weg zu einer „Flanier- und Verweilmeile“ soll es gehen!

 

Die Agendagruppe wünscht sich florierende Geschäfte und eine neu belebte Kulturszene vor allem in aber auch rund um die Alserbachstraße sowohl für die ältere als auch die jüngere Generation. Ein hochwertiger, aber auch leistbarer regionaler Branchen-Mix der Geschäfte (z.B. Lebensmittel/Gastronomie/Kultur) wäre ebenfalls wünschenswert.

 

Ebenfalls angedacht wird die Abhaltung eines Wochen- bzw. Monatsmarkts mit einem breiten regionalen Produkt-Mix hochwertiger Nahrungsmittel sowie evtl. auch eines Weihnachts- und Ostermarkts.

In diesem Zusammenhang bietet sich auch eine verstärkte kulturelle Nutzung insbesondere des Julius-Tandler-Platzes und des Bereichs rund um die Markthalle bzw. des „Schubert-Brunnens“ an (z.B. diverse „Open-Air-Konzerte“, „Schubert-Konzerte“, Lesungen etc. - Stichwort „Literarisches Potenzial im Grätzel nutzen!“ - wie z.B. auch die Errichtung eines "Ausstellungsraums für Bücher" von z.B. Alsergrunder SchriftstellerInnen in Kombination mit der Schaffung eines "Leseraums" z.B. in den Räumlichkeiten des "Österreichischen PensionistInnenverbands" in der Alserbachstraße.

 

Um ein vermehrtes „Verweilen“ der PassantInnen in der Alserbachstraße zu erreichen, wäre die Schaffung von „Verweilzonen“ durch z.B. Errichtung von kleinen Begrünungszonen mit Baumtrögen und Sitzgärten, breiteren Gehsteigen, verbesserter, attraktiverer Zugang zum Park des Palais Liechtenstein (evtl. Baumtröge links und rechts des Eingangs zum Park) essentiell.

 

Was sind die Ziele der Gruppe?

Das Ziel der Agendagruppe Alserbachstraße ist eine Neubelebung und damit verbundene Aufwertung der Alserbachstraße sowie verbesserte Lebensqualität für das gesamte Grätzel rund um die zunehmend aussterbende und sich immer mehr zur bloßen Durchzugsstraße wandelnden Geschäftsstraße. Dabei erscheint eine Einbindung der Menschen vor Ort in einen kontinuierlichen und vor allem transparenten Prozeß als besonders wichtig.

 

Vorgangsweise

Zur Erreichung dieses Ziels sind verschiedene Maßnahmen wie z.B. in den Bereichen Infrastruktur (Attraktivierung des Straßenraums), Identität (Anknüpfen an Bestehendes und die Entwicklung von Neuem), Veranstaltungen (kulturelle und gastronomische Initiativen, Märkte etc.) und Öffentlichkeitsarbeit (Information und Bewerbung der Alserbachstraße) erforderlich.

 

Dabei sind die unter „Ausgangslage“ erwähnten 4 unterschiedlichen Abschnitte der Alserbachstraße unbedingt zu berücksichtigen.

Als erster Schritt wäre es erforderlich, eine einladende, attraktivere Infrastruktur zu bieten, um GeschäftsinhaberInnen wieder vermehrt anzulocken, in der Alserbachstraße zu investieren und hier ein neues Geschäft zu eröffnen (evtl. angedacht: eine zeitlich begrenzte Mietstaffelung in den ersten paar Jahren nach Geschäftseröffnung vor allem für JungunternehmerInnen in Absprache mit den Hauseigentümern/-vermietern/ Hausverwaltungen) – Stichwort: „Verweilzone“!

 

Überlegungen zur Infrastruktur (Umbau Straßenraum, Anpassung des Verkehrskonzepts - Verkehrsberuhigung, Geschwindigkeitsreduzierung, Aufdoppelung bei den Straßenbahnhaltestellen u.ä.) sind vorab auf ihre Machbarkeit zu prüfen und mit Ämtern und Behörden wie z.B. MA 28 und MA 46 abzuklären.

Für Anfang 2014 sind diverse Veranstaltungen mit den Geschäftsleuten und HausbesitzerInnen der Alserbachstraße sowie der Gebietsbetreuung zwecks Vorstellung und Diskussion der Ideen und Visionen der Agendagruppe Alserbachstraße geplant.

 

Des weiteren geplant bzw. in Umsetzung begriffen sind Werbemaßnahmen im Internet wie z.B. die Schaffung einer eigenen Informationsplattform "www.alserbachstrasse.com" und auf der neuen Einkaufsstraßen-App., um die breite Öffentlichkeit auf die „Genuß- und Kulturmeile Alserbachstraße“ aufmerksam zu machen. In diesem Zusammenhang ist auch die Schaffung eines eigenen Logos für die Lokale und Geschäfte der „Genuß- und Kulturmeile Alserbachstraße“ - evtl. mittels eines "Ideen-Wettbewerbs" - angedacht.

 

Ein Aufmerksam-Machen der öffentlichen und motorisierten Verkehrsbenutzer bei der Friedensbrücke und bei der Markthalle durch originell gestaltete Hinweistafeln, daß hier die „Genuß- und Kulturmeile Alserbachstraße“ beginnt, wird erst nach Umsetzung des Konzepts als sinnvoll erachtet.